Heute stand der berühmte Taronga Zoo
auf unserem Programm. Der liegt auf einer gegenüber liegenden Landzunge, so
dass man ihn am besten mit der Fähre erreicht. Das intelligente Bezahlsystem
für den öffentlichen Verkehr Sydneys hat auch hier bestens funktioniert, und
wir sind inmitten freundlicher und höflicher Menschen aufs Boot gelangt, und es
ging los mit voller Fahrt. Nach 15 Minuten legte die Fähre an. Ein kurzer Fußweg an einer schönen Badebucht vorbei und schon waren wir am Eingang des Zoos.
Wir sahen die ersten Gehege, die weitläufig
in dem natürlichen Berghang lagen, manche so groß, dass man ihre Bewohner
manchmal erst nach längerem Suchen und manchmal gar nicht entdecken konnte. Es ist
ein sehr weitläufiges Zoogelände und die Orientierung ist nicht ganz einfach.
Wir hatten auch hier das Gefühl, dass sich die entspannte Atmosphäre, die wir
hier seit Tagen spüren, auch an diesem Ort wohltuend über Tier und Mensch
gelegt hatte.
Wir mussten natürlich
auch nicht das letzte Kamel finden, aber unsere ersten Kängurus wollten
wir auf jeden Fall besuchen. Kurz vor unserem Besuchsende kamen wir durchs
Koala-Land. Koalas können gut klettern, aber nicht springen, so dass eine
einfache, glatte Eisenwand ausreichte, sie in ihrem großen Gehege mit hohen
Bäumen einzusperren. An den Bäumen waren überall Wasserbehälter angebracht, in
denen Eukalyptuszweige stecken. Die Kletterbäume waren wohlweislich schattige Platanen,
sonst wären sie längst kahlgefressen.
Ein wunderbares Erlebnis hatten
wir noch am Ende des Weges, ganz unbemerkt von anderen Besuchern: Ein kleiner Koala
zwängte sich etwa 2m neben uns mit seinem dicken Hinern in eine Baumgabel, zog sich einen kleinen Ast heran und begann ganz gemütlich dessen Eukalyptusblätter zu mümmeln. Er ließ
sich dabei überhaupt nicht stören. So hatten wir Zeit, ein kleines Video von seiner Brotzeit zu drehen.
Dann ging es wieder mit der Fähre
zurück, wieder mit schönen Ausblicken auf diese grandiose Stadt, rechtzeitig zur
Happy Hour auf ein Bier…