Im Hafen von Brisbane
Die erste Station der Kreuzfahrt ist Brisbane. Wir wachten
morgens auf, als das Schiff schon in der Hafenmündung von Brisbane war, und
alsbald die Schlepper ihre Bugsieraufgaben begannen. Anders als im schönen
Hafen von Sydney lagen wir nun weit außerhalb der Stadt, die man als Ansammlung
von Hochhäusern in der Ferne sah.
Wir hatten noch die schönen Wege in Sydney in Erinnerung, und
hatten keine rechte Lust, eine weitere Großstadt zu erkunden, zumal wir um
17:00 wieder hätten am Schiff sein müssen, und der Transfer hin und zurück
jeweils eine Stunde gedauert hätte. – So beschlossen wir an Bord zu bleiben. Es
gab immerhin Einiges zu sehen auf unserer Seite, wo wir einem Ballett von Gabelstaplern
zusahen, die das Schiff aus bereitstehenden Containern mit Nachschub aller Art
versorgten, darunter auch Berge von Matratzen! Auch waren etliche neue
Passagiere an Bord gekommen. All das war interessant von oben zu
beobachten.
Hinter dem großen Ponton, auf dem sich das alles abspielte, war
viel grüne Flusslandschaft zu sehen, wo wir eine Kolonie von Pelikanen und
einige Kraniche sahen.
Auf dem Schiff machten wir weitere Erkundigungen, wobei es
fast unvermeidlich war, an der einen oder anderen Bar vorbeizukommen. Es gibt
neben den sechs gehobenen Restaurants auf dem Sonnen- nd Bade-Deck zwei große Selbstbedienungsrestaurant, wo es den ganzen Tag ein verlockendes Angebot von warmen Speisen gibt. Wir sind
aber so weit, dass wir dem Überall-Speiseangebot lieber entsagen, (kaum aber dem
Überall-Getränkeangebot), und uns lieber auf die privilegierten Frühstücke und
Dinner beschränken, wozu uns unsere elektronische Hundemarke berechtigt.
Für diejenigen Leser, die sich bei meinem vorherigen Bericht
gewundert haben, dass wir uns auf dem Riesenschiff auf eigene Wege wagen und
uns trotzdem wiederfinden: Wir haben eine spezielle App auf unseren Handys, die
uns über das Bord W-LAN wie mit einem Navi-Gerät zurechtfinden lässt. Nicht
nur, dass wir jederzeit sehen, wo und auf welchem Deck man sich befindet, wir
sehen dort auch, wo sich unser "Room Mate" gerade herumtreibt, oder an welcher
Bar sie/er hockt. - Gundi wird sich sicherlich noch erkundigen, ob diese App auch in München
funktioniert!
Abends hieß es dann wieder ‚Leinen los' und es ging in die
nächste Nacht mit einem darauffolgenden Seetag.