Cairns


Morgens um 8:00 lief das Schiff in den beschaulichen Hafen von Cairns ein. (Spricht man KENS) Es werden an Landtagen verschiedene, geführte Unternehmungen angeboten. Die kann man vorher reservieren, sind aber sehr teuer und meist schnell ausgebucht. Dieses Mal wollten wir einen Landausflug mit einer historischen Eisenbahn hinauf in die Berge machen und später mit einer Seilbahn über die Hänge des Regenwaldes zurück in die Stadt. – Aber wir waren zu spät, es war ausgebucht. Zunächst haben wir uns geärgert, dass wir das verschusselt hatten, im Nachhinein war es aber nicht schlimm, denn wir hörten von Teilnehmern, dass es einerseits extrem heiß und feucht, andererseits „very crowdy" war. Das eine lag am Regenwald, das zweite daran, dass auch hier der Ostermontag ein Feiertag ist und ein Familienausflug obligatorisch ist.

So gingen wir mit einem kleinen Stadtplan am Vormittag von Bord und eine lange, breite Uferpromenade entlang. Ein weitläufiges, schön angelegtes Erholungsgebiet mit vielen schattenspendenden Bäumen, Spielplätzen und Planschbecken und Grillstationen. – Ideal für den Familienausflug. Aber natürlich auch hier tropisch feucht-warm und Feiertagsbetrieb, mit einer zusätzlichen Invasion (Landgang) von Rentnern.

Die See war in Ebbe, aber der Stadtstrand ist ohnehin nur an einer besonders gesicherten Bucht möglich. Die Gefahr geht hier nicht von Haien, sondern tödlichen Quallen aus – Na danke!

Wir fanden leider an der langen Promenade kein nettes Plätzchen für ein Kaltgetränk, und gingen nach einigen Stunden müde und durchgeschwitzt zu unserem Schiff zurück, erst unter die Dusche, dann an die stille Bar am Heck des Schiffes.

Abends gingen wir zum Dinner dieses Mal nicht ins Da Vinci, sondern ins Botticelli. Das Lokal gefiel uns aber nicht so sehr. Es ist unübersichtlich groß, und leider haben wir einen etwas überstrapazierten Kellner erwischt.

Schön war, dass wir zum ersten Mal an einem runden Gemeinschaftstisch saßen, zusammen mit zwei Ehepaaren. Aus Neu Seeland war das eine, und die anderen leben in Perth, wo unsere Seereise enden wird. Es waren interessante und lustige Tischgespräche, an denen auch Gundi ganz prima teilhaben konnte, nicht zuletzt dank ihres Online-Sprachkurses, den sie seit Wochen mit großer Ausdauer verfolgt. Seit unseren USA Reisen hat sie da große Fortschritte gemacht.

Nach dem Essen ging ich aufs Zimmer zu meinen Schularbeiten, und Gundi besuchte noch eine Zauber-Show im Theater, die ihr gut gefallen hat