Yampi Sound


Nein, Yampi Sound steht nicht für das knallartige Geräusch unserer Vacuum-Toilette wenn beim Spülen alles darin weg-jumpt.

Das englische sound steht auch für Sund, und darum geht es hier. Eine Meeresstraße durch Inseln und Archipele am südlichen Ende der Kimberley Coast. Hier waren wieder interessante Landschaften zu beiden Seiten des Schiffs zu bewundern. Anders als tags zuvor waren aber nun menschliche Eingriffe in die Natur zu erkennen. Seit 1951 wird hier hochwertiges Eisenerz abgebaut, auch Kupferminen gibt es hier. Entsprechend waren riesige Abraumhalden zu erkennen und einige Schüttgutfrachter fuhren an uns vorbei.

Abends ging es wieder zum herrlichen Dinner in unser „Stammlokal", wo wir uns von unseren zwei reizenden Kellnerinnen wieder wunderbar bedienen lassen durften. Jeden Abend wollen sie eine neue deutsche Vokabel von uns lernen. Überhaupt ist es ein sehr angenehmes Gefühl, als Deutsche hier zu den absoluten Exoten zu gehören. Außer dem österreichischen Schiffsoffizier (Hotelmanager) Helmut aus Salzburg, haben wir noch keinen deutschsprachigen Menschen getroffen. Sobald man uns als Deutsche ausmacht, sind wir begehrte Plauschgäste: "Oh from Munich? I’ve been there in 1965", "Oh, my mom was born in Mannheim", "Oh, my daughter lives in Switzerland" – usw.

Ich freue mich, dass Gundis Englischkenntnisse inzwischen so gut sind, dass es abends zu netten Tischgesprächen zu viert kommt.

Danach ging Gundi wieder ins Theater zu einer Musikshow, und ich legte mich in der warmen Nacht auf eine bequeme Liege auf dem obersten Deck, gegenüber der großen Leinwand und schaute mir dort im „Movie under the Stars“ Dirty Dancing an, den ich immer verpasst hatte zu sehen. Der Kultfilm spielt in den USA der 60er Jahre und entstand aber etwa 1970. Bald danach, 1972, machte ich meine erste, große USA Reise. Damals fand ich die USA noch wirklich „great“!