3. Tag

Erster Spaziergang in Sydney

Nach einem langen, erholsamen Schlaf waren wir zu normaler Frühstückszeit wieder wach und hatten uns so mit der lokalen Zeit schon gut synchronisiert. Gundi zog los und besorgte ein paar Semmeln, und wir konnten ein zwar bescheidenes, aber doch selbstgemachtes Frühstück auf der eigenen großen Terrasse einnehmen. Es ist schön, dass wir innerhalb des Hotels eine abgeschlossene Zweizimmerwohnung haben mit eigener großer Terrasse. So werden wir uns die zehn Tage mit Frühstück in Sydney auch selbstversorgen können.

Dann ging es los mit kleinem Stadtplan bewaffnet in Richtung Darling Harbour, einer der Häfen Sydneys, der nur wenige Minuten vom Hotel entfernt ist. Unglaublich schöne Bilder taten sich uns auf. Überall gepflegte Grünanlagen und dahinter eine atemberaubende Skyline. Schnell wurde uns klar, dass wir es abends schwer haben würden, die besten Fotos auszuwählen, die wir in unser Online-Tagebuch einstellen würden. (Aber es soll da bei täglich acht Fotos bleiben.)

Die elegante Hafenpromenade mit viel schattigem Grün führte uns entlang zwischen interessanter Architektur mit wunderschönen Plätzen und Restaurants und dem Quai voller Privatjachten und Ausflugsbooten.

> Es war ein wunderschöner Spaziergang --- wenn ich Depp nicht meine neuen Mokassins angezogen hätte! Die fühlten sich zunächst an wie bequeme Hausschuhe. Mit jedem Schritt wandelte sich aber die Fersen zu einer Art Raspeln, die meine Achillessehnen freizulegen drohten. Aber egal, da musste ich durch, wir hatten noch einen langen Weg vor uns! Wir wollten von dieser Seite aus noch unbedingt einen Blick auf die berühmte Harbour Bridge und natürlich das Opernhaus werfen und dazu mussten wir noch weit um die Landzunge herumlaufen. Danach wollten wir von dort mit der Tram zurückfahren.

Weiter ging es also durch unglaublich saubere und gepflegte Parks und Siedlungen bis wir endlich den ersten Bogen der Brücke sahen, und kurz danach in einem der ältesten Stadtteile eintrafen: „The Rocks“. Das wird aber noch ein separater Ausflug. Zunächst fanden eine Gegend mit originellen Straßenlokalen. Das erste, „Munich“ mit Original (?) Löwenbräu Bier haben wir tunlichst gemieden und konnten uns gegenüber bei hiesigem Bier, Chips und Hamburger sehr angenehm erholen.

Danach noch ein paar Meter um die Ecke, und da war das Ziel unseres Ausflugs, der Blick über ein Wasser voller Boote auf die berühmte Oper im Abendlicht. Es war eine sehr berührende Stimmung, die sich auf unserem weiteren Weg zum Fährhafen fortsetzte. Überall junge, schöne Menschen, überall Musik und überall Interessantes zu sehen. Die geplante Heimfahrt mit der Tram wurde dann doch noch etwas kompliziert, bis wir das Fahrkarten- und Bezahlsystem verstanden hatten, aber letztlich hat es geklappt. Noch schnell eine Pulle Rotwein besorgt, und heim auf unsere Terrasse…