Busreise mit Geldhauser:
"Albanien, eines der letzten Abenteuer Europas"
12 Tage: vom 14. bis 25. März 2026
3. Tag, Montag 16. März: Dubrovnik - Shkodra
Nach einem guten Frühstück mit herrlicher Aussicht ging es um 9 Uhr weiter, auf die Küstenstraße in Richtung Süden. Bald erreichten wir die Grenze nach Montenegro. Unser Fahrer hatte uns auf eine lange Wartezeit vorbereitet, - schließlich ist es EU-Außengrenze. Aber wieder das Glück der Vorsaison, es ging doch sehr schnell an beiden Stationen. Dann waren wir in Montenegro. – Die selbe schöne Küstenstrecke aber es gibt hier sichtlich weniger Gespür für den Erhalt der Schönheit. Alles lieblos zugebaut mit klotzigen Hotels und Hochhäusern. Sie hoffen hier wohl auf regen Tourismus, aber ich glaube kaum, dass sich der hier etablieren wird. Die nahen Berge sind sicherlich interessant zum Wandern und für bekloppte Radfahrer, wie man sie heute fast überall erlebt, aber sonst sehe ich nicht viel, was Urlauber hier machen könnten, außer mit einem Boot durch die Inselwelt segeln.
Wir hatten einen netten Stopp an der Steilküste, bei dem unser Fahrer Sektgläser aus der Bordküche holte und 15 Gläser füllte.
Bald erreichten wir die nächste Grenze nach Albanien. Hier hat unser albanischer Reisebegleiter auf uns gewartet, der uns für die restlichen Tage in Albanien begleiten wird. Unsere ersten Eindrücke der Bebauung waren noch eine Stufe ärmlicher. Aber sie holen mächtig auf, Baustellen überall. Man kann nur hoffen, dass sie von ihren Nachbarn lernen und die schöne Landschaft nicht so brutal zubauen wie sie. Die Fahrt ging nun etwas weg von der Küste und man sah sehr ursprüngliche und bescheidene Landwirtschaft. Fast jedes Haus hatte einen gut beflügelten Hühnerhof. Wir sahen Schafe und Ziegen kleinen Weiden in hügeliger Landschaft. Der Frühling war hier schon weiter als zu Hause, die Büsche und Bäume blühten schon. Es war sehr schön zum Ansehen. Dann fuhr der Bus auf eine Fähre, die uns in nur wenigen Minuten über einen langen Fjord brachte, den zu umfahren eine Stunde Fahrtzeit bedeutet hätte.
Gegen 2 Uhr erreichten wir unsere nächste Reisestation, die Nordalbanische Stadt Skoder.
Nach dem Einchecken im Hotel ging es um 4 Uhr zu einer kleinen Stadtführung. Deutlich wurde die entspannte und tolerante Einstellung der Albaner beim Glauben. Dicht beieinander standen hier eine große, neu erbaute Moschee, eine griechisch-orthodoxe Kirche und die katholische Stefans-Kathedrale, eine der größten Kirchen des Landes. –
Keine der Drei wurde im jüngsten Balkankrieg zerstört, wie es in Serbien und anderswo geschehen ist.
Zentrum der Stadt ist ein ehemaliger, langgestreckter Basar, der sich zur Fußgängerzone und Flaniermeile gewandelt hat und heute der Stolz der Stadt ist.
Die Tour endete in einem sehr alten Lokal aus dem 17. Jhdt. In uriger und authentischer Einrichtung fand die Gruppe auf Holzbänken Platz. Es wurden nach und nach schmale Holzbretter mit mediterranen Vorspeisen auf die Tische gestellt, die großen Anklang fanden. An der Stirnseite loderte ein großer Kamin mit Holzscheiten, groß wie Elefantenfüßen. Darauf wurde das Kalbfleisch gegrillt, dass wir bald genießen sollten… --- Sollten, aber wir taten es nicht! Die jungen Kellner haben es nicht geschafft, das Fleisch in eine essbare Form zu bringen, es war schwarz und so hart, dass man Knochen und Fleisch weder unterscheiden noch trennen konnte! – Schade, schade, aber es war trotzdem ein lustiger Abend bei sehr gutem Rotwein…