Busreise mit Geldhauser:

"Albanien, eines der letzten Abenteuer Europas"

12 Tage: vom 14. bis 25. März 2026


5. Tag, Mittwoch 18. März: Tirana - Berat

Gleich nach dem Frühstück ging es mit unserem Reisebegleiter zu einer Stadtführung durch Tirana, heute zum Glück ohne Regen. (Bilder dazu am 4. Tag) Unser Hotel liegt direkt am großen Hauptplatz, dem Skanderbeg Platz, der erst vor wenigen Jahren zum Fußgängerbereich umgestaltet wurde. Der Platz ist mit schönen, vielfarbigen Marmorplatten ausgelegt, die aus allen Regionen des Landes zusammengetragen worden. Am Rand des Platzes, im Übergang zu einer Grünanlage steht eben dieser Skanderbeg hoch zu Ross.

Dass die Stadt wenig für die Augen zu bieten hat, ahnten wir bereits bei unserem kleinen Rundgang gestern Abend. Immerhin wurden wir auf etwas interessanteren Wegen geführt, als wir gestern gelaufen sind, aber bleibt dabei, es sieht alles ziemlich furchtbar aus. Man muss natürlich erstehen, dass das Land 60 Jahre sozialistische Stadtgestaltung hinter sich hat. Da ist nicht nur ein hässlicher „Kulturpalast“ mit schaurig schöner Fassadenbemalung in sozialistischem Heroismus stehengeblieben, sondern auch viele Ministerien und öffentliche Gebäude an der Hauptallee.

Unser Führer erwähnte an vielen Stellen die schöne italienische Architektur! Es dauerte eine Weile bis wir verstanden: Es ging nicht um Baukunst, wie man sie mit italienischen Städten verbindet. Es waren Gebäude aus den 30er Jahren, wo man an faschistischer Architektur Gefallen fand und Baufirmen aus Mussolinis Italien hier wirkten.

Und heute wird gebaut wie verrückt. Zu viele unfähige und korrupte Politiker sind bei Staat und Kommunen im Dienst. Es scheint keinerlei Bebauungspläne zu geben. Jeder der Geld, hat baut irgendein Hochhaus irgendwo hin, - ob es passt oder nicht. Und es scheint erschreckend viel Geld und gleichzeitig erschreckend großer Armut zu geben. Auffallend sind die jungen Männer die in ihren Luxus-Autos durch die engen Straßen brettern. Wir hörten von einer 80/20 Regel, d.h. bei öffentlichen Bauvergaben kommen 20% dorthin wofür sie gedacht sind und 80% versickern auf dem Weg dahin. - Noch ein langer Weg bis zur EU-Mitgliedschaft!

Dann ging die Busfahrt weiter durch bergige Landschaft mit schönen Ausblicken nach Elbasan. Dort Besichtigung der historischen Altstadt umgeben von mächtigen Befestigungsanlagen Inmitten der doppelten Stadtmauer gab es eine großartig angelegte Gartenanlage mit ersten blühenden Rosen. Der Terassenförmige Garten ging über in eine schönes Restaurant, an dem wir zu Mittag aßen.

Weiter ging die Fahrt nach Berat.

Fotos vom 5. Tag